Viel Applaus für die Musiker

Der Musikverein Haltingen lockte zahlreiche Zuhörer an. Foto: sc

Weil am Rhein-Haltingen (sc). Die Musiker des Musikvereins Haltingen haben am späten Sonntagnachmittag zahlreich erschienene Zuhörer auf dem Schulhof der Alten Schule zwei Stunden lang unterhalten. Eröffnet wurde der musikalische Reigen durch das Jugendorchester unter der Leitung des neuen Dirigenten Ádám Jakab. Für den musikalischen Nachwuchs gab es viel Applaus.

„Wir wollen nach vorne schauen und nicht zurück“, sagte Vorsitzender Jürgen Wehrle, der die Gäste begrüßte. Viermal sei ein Konzert geplant gewesen. Nun endlich sei es soweit. Mit dem neuen Dirigenten habe das Spektrum der Musiker auf interessante Art erweitert werden können.

Gleich mit dem ersten Musikstück „Invicta“, was so viel bedeutet wie die Unbesiegbaren, von James Swearingen setzte der Musikverein ein Zeichen, dass sich weder die Musiker, noch die Zuschauer durch die vergangenen zwei Jahre geschlagen geben. In „Appalachian Overture“, einem nicht ganz einfachen Stück von James Barnes aus den USA überzeugten die Musiker durch den gelungenen Wechsel von kraftvollen, dann wieder verhaltenen, ruhigen Passagen. Zünftig und mitreißend erklang die „Weinkeller Polka“. Ein besonderer Klang ertönte in dem „Jaskun Indulo Marsch“. Mit einem Medley der Blues Brothers endete der erste Teil des Konzerts.

Nach einer kurzen Pause begeisterte der Musikverein mit Klassikern wie „My way“ und „New York“ von Frank Sinatra. „Hallelujah“ von Leonard Cohen klang wie ein Dankeschön für die „wunderbaren Stunden voller Musik“. Mit Songs der 1980er- Jahre endete das Konzert.

Nach langanhaltendem Applaus gewährte der Musikverein zwei Zugaben, einmal mit dem lateinamerikanischen Stück „Desposcita“ und dem „Badner Lied“.

Während des Konzerts konnten Aquarellbilder von Ilse Sterzl aus Haltingen besichtigt werden und es bestand die Möglichkeit, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.

Bilder zur Musik

Besinnliches und Musik im Advent

Der Musikverein Haltingen wirkte vor der Kirche St. Maria bei der Veranstaltung „Besinnliches und Musik im Advent“ mit. Foto: zVg

Weil am Rhein-Haltingen. Unter Mitwirkung des Musikvereins Haltingen fand am dritten Adventssonntag die Veranstaltung „Besinnliches und Musik im Advent“ der katholischen Kirchengemeinde vor der katholischen Kirche St. Maria in Haltingen statt.

„Concerto d’Amore“ zum Abschluss

Weil am Rhein-Haltingen. Unter Mitwirkung des Musikvereins Haltingen fand am dritten Adventssonntag die Veranstaltung „Besinnliches und Musik im Advent“ der katholischen Kirchengemeinde vor der katholischen Kirche St. Maria in Haltingen statt. Die Musiker des Aktivorchesters eröffneten das Programm und Vorsitzender Jürgen Wehrle begrüßte die Besucher, heißt es in einer Mitteilung des Musikvereins. Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Ádám Jakab erklangen konzertante Stücke und adventliche Lieder. Nach einem dreiviertelstündigen Programm dankte der Vorsitzende dem Publikum und das Aktivorchester verabschiedete sich mit dem Stück „Concerto d‘Amore“, das den musikalischen Adventsabend beschloss.

Ermutigende Grüße des neuen Dirigenten

Von Herbert Frey

 
 Der Vorsitzende Jürgen Wehrle / Foto: Herbert Frey

 Musikverein Haltingen leidet unter fehlenden Auftritten und geschlossenen kommunalen Hallen / Jugendarbeit stark betroffen.

Wie sehr Orchester darunter leiden, in der Pandemie nicht vor zahlreichem Publikum auftreten zu können, wurde am Dienstag bei der Hauptversammlung des Musikvereins Haltingen in der Festhalle deutlich. Vorsitzender Jürgen Wehrle stellte den Rückgang der Vereinsaktivitäten dar: Nach 47 Proben im Jahr 2019 waren es im Jahr danach nur noch 22. Auch an die 17 Auftritte von 2019 kam man bei weitem nicht heran. So habe man nur zu Ostern und Weihnachten sowie in der Vorweihnachtszeit in Zweier-, Dreier- oder Vierergruppen musizieren können.

Der Dirigentenwechsel von Aaron Solberg zu Adam Jakab mitten in der Pandemie sei dagegen kein Nachteil gewesen. Die Vakanz sei nicht stark ins Gewicht gefallen. Jakab sei wie Solberg ein Profimusiker, von dem man viel lernen werde, so Wehrle. Aus Kroatien, wo er sich auf Konzertreise befindet, übermittelte Jakab ein ermutigendes Grußwort. Dass in der Vakanz kein Dirigentenhonorar gezahlt werden musste, habe sich finanziell positiv ausgewirkt, berichtete Kassierer Michael Lang, der das Coronajahr ohne Defizit abschließen konnte.

Leider seien die Arbeitsgemeinschaften, die der Musikverein in der Haltinger Grundschule für Dritt- und Viertklässler anbiete, immer wieder zum Erliegen gekommen. "Die Nachwuchsarbeit ist damit total auseinandergefallen", bedauerte Jugendleiterin Beate Dannmeyer. Nur ganz wenige AG-Kinder habe man "für den Verein retten können".

"Ich vermisse das Gefühl der Zufriedenheit, das sich einstellt, wenn man nach einem gelungenen Auftritt vor Publikum von der Bühne geht", gab Jürgen Wehrle seine Befindlichkeit wieder. Nach der Mitteilung der Stadt, dass alle kommunalen Hallen bis Jahresende für Veranstaltungen nicht zur Verfügung stehen, habe er sich gefühlt "wie ein Boxer nach einem Schlag in die Magengrube". Während die Politik suggeriere, unter der Drei- oder Zwei-G-Regeln könne vieles wieder anlaufen, "heißt es in Weil, die Hallen bleiben zu", kritisierte er. Dabei sei die Haltinger Festhalle für Veranstaltungen unter Pandemiebedingungen geradezu prädestiniert, merkte er nicht ohne Sarkasmus an: "Sie ist undicht, es zieht permanent und sie ist sehr groß." Man habe für das verlegte Jahreskonzert am 29. Januar die Halle reserviert.

Einige Musiker wünschten sich, öfter Stücke aus dem Stammrepertoire einzustreuen. Zu Beginn und am Ende der Versammlung kam man dem ausgiebig nach: Mit "Hoch Badnerland", dem "Basler Marsch" sowie "Spanish Flea" zeigten die Musiker, dass sie nach wie vor über eine immense Spielfreude verfügen.

Mitglieder: 28 Aktiv-, 125 Passiv-, 55 Ehrenmitglieder; Jugendorchester: elf.