Musikverein Haltingen spielt Blasmusik in all ihren Facetten

Veröffentlicht: Mittwoch, 29. April 2026
Geschrieben von Die Oberbadische

Anhaltenden Applaus gab es nach jedem Stück, das der Musikverein Haltingen zum Frühjahrskonzert spielte. Die Lieder waren mal feurig und mal feierlich.

Der Musikverein Haltingen spielte in der St. Georg Kirche in Haltingen ein abwechslungsreiches Konzert mit vielfältigem Repertoire. Foto: Anita Indri-Werner

Von Anita Indri-Werner

Emotionale Momente und frische Klangfarben, so präsentierte sich der Musikverein Haltingen an seinem Frühjahrskonzert in der St. Georg Kirche in Haltingen. Voller Spielfreude überzeugten die Musiker mit einem vielfältigen Repertoire, das von sakraler Musik bis hin zur traditionelleb Blasmusik und herrlichem Big- Band-Sound gereichte. Dirigent Gergö Donath, für den der Vorsitzende Jürgen Wehrle voller Lob war, ist es gelungen, den Musikverein zu Höchstleistungen zu formen. Und so wurde dieses Frühjahrskonzert auch zu einem absoluten Höhepunkt.

In der voll besetzten Kirche spendete das begeisterte Publikum nach jedem Stück anhaltenden Applaus. Das Jugendorchester, oder besser gesagt, das Jugendensemble, eröffnete den musikalischen Reigen. Temporeich vermittelte der musikalische Nachwuchs mit „El Toro“ und „Dolores“ das spanische Lebensgefühl. „Ballett Scene“ eine Melodie aus dem Schwanensee von Tschaikowski erfüllte klangvoll das Kirchenschiff, bevor das Aktivorchester seinen Platz einnahm.

„In einer Kirche zu musizieren, das ist schon wegen der außergewöhnlichen Akustik etwas ganz besonders“, sagte der Vorsitzende Jürgen Wehrle. Voller Wärme und Erhabenheit, feierliche Klänge, die wie ein raumfüllendes Gebet erklangen, spielte das Orchester den „St. Florian Choral“.

Die Kraft der Fantasie forderte „La Storia“, ein Stück mit ruhigen, stimmungsvollen,  dann wieder schnellen Momenten, dass ein Gefühl der Freude und Lebendigkeit vermittelte, endete mit einem fulminanten Finale. In „Adagio (for Strings)“, einer fast schwebenden Melodie ertönten zuerst Klarinetten, dann Flöten und Trompeten und immer waren sie begleitet von Posaunen, Tenorhorn und Bass. Am Ende erklangen alle Instrumente in diesem emotionalen Werk gemeinsam.

Dirigent Gergö Donath ist Ungar. Kein Wunder also, dass die „kleine ungarische Rhapsodie“ voller Feuer und Temperament, echte Lebensfreude vermittelte. Vor dem geistigen Auge erschienen weite Steppen, einsame Bergwelten, dann wieder Menschen, die voller Leidenschaft und Lebensfreude tanzten und sangen.

Harmonische Mischung aus Big-Band-Sound, Blasmusik und Jazz

Nun überraschten die Musiker das Publikum in „Concerto D’Amore“ mit einer harmonischen Mischung aus Big-Band-Sound, Blasmusik und Jazz. Auch in diesem Stück wurde die Vielfalt der unterschiedlichsten Musikrichtungen gekonnt aufgezeigt. Markante, stolze Klänge, spanisches Feuer, Temperament und Leidenschaft fand sich „Alcazar“, einer spanischen Ouvertüre. Dort erklangen die Töne zwischen Klarinette und Tenorhorn, begleitet von Kastagnetten, in einem sanften Austausch, bis schließlich das Orchester zu einer gewaltigen Einheit verschmolz.

Hommage an Aretha Franklin

Eine Hommage an die „Queen of Soul“, Aretha Franklin, rundete das Frühlingskonzert ab. Dass das Publikum auf eine Zugabe bestand, verstand sich da praktisch von selbst. Auch dabei überraschten die Musiker, die „Conquest of Paradise“, eine erhabene, klangvolle Musik, mit einer raumfüllenden stimmlichen Einlage perfekt präsentierten. Auch „Alcazar“ wollte das Publikum noch einmal hören.

Nach dem Konzert gab es vor der Kirche die Möglichkeit zu einem kleinen Umtrunk und zum geselligen Austausch, was gern genutzt wurde. Von den Gästen war in Gesprächen immer wieder zu hören, dass es „ein sehr schönes Konzert“ war.

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